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Road to Transalpine Run 2016

 


Die Laufsaison fühlte sich für mich im Herbst 2015 irgendwie unvollständig an: Trotz Topplatzierungen und toller Rennen bei der Zugspitz Trailrun Challenge, dem Zugspitz Basetrail, dem U.TLW oder dem Matterhorn Ultraks in Zermatt merkte ich, dass meinem Läuferherz in diesem Sommer 2015 irgendetwas gefehlt hatte. Als dann die erste Septemberwoche anbrach und ich etwas wehmütig die unzähligen Posts und Medienberichte über das Internet verfolgte, war die Sache sehr schnell klar: Es fehlte das ganz große läuferische Saisonhighlight – der Transalpine Run. Hier machen 700 Gleichgesinnte eine Woche lang das was sie am liebsten tun: Sie laufen zusammen über wundervolle, spektakuläre Strecken - sieben Tage am Stück - über die Alpen. Eine Woche lang werden alle Probleme dieser Welt zur Nebensache und man hat nur eines im Kopf: Laufen, laufen, laufen.

Als PlanB dann auch noch eine neue, hochalpine Streckenführung von Garmisch-Partenkirchen über Gipfel, Grate und Gletscher bis nach Brixen in Südtirol präsentierte war für mich die Sache klar: 2016 wollte ich zum Dritten mal Teil des Mythos Transalpine Run werden.

Mit meinen Starts (und erfolgreichen Finishs) in den Jahren 2013 und 2014 bin ich mittlerweile ja ein alter Hase in Sachen Transalpine Run. In den nächsten Wochen möchte ich deshalb einen kleinen Einblick in meine Vorbereitung geben und anderen Läufern mit Tipps zur Trainingsplanung, Material, Ernährung und unmittelbarer Vorbereitung auf diesen Event zur Seite stehen.

 

Etappe 1: Partnerwahl

Teampartner

Die wichtigste Entscheidung zuerst: Mit wem möchte ich das Erlebnis Alpenüberquerung wagen? Diese Wahl ist essentiell für den Ausgang des Rennens und ob die Woche zum unbeschreiblichen Erlebnis oder zur Hölle wird. Man sollte sich immer vor Augen führen, dass man in sieben Tagen auf 250 Kilometern und 15000 Höhenmetern gemeinsam durch unzählige Höhen und Tiefen geht und man fast 24 Stunden am Tag zusammen verbringt. Man sollte sich also im besten Falle schon ein klein wenig leiden können… ;-)

Für mich erübrigte sich diese Entscheidung bei den ersten beiden Teilnahmen: Wolfgang Hochholzer kannte ich seit vielen Jahren, wir waren am Anfang unserer „Ausdauersportkarriere“ zusammen Mountainbike Rennen gefahren, trainierten zusammen, waren gleich stark und zudem gegenseitige Trauzeugen. Die Frage nach einem Teampartner stellte sich folglich nie – es war einfach klar, dass wir einen Wettkampf im 2er-Team gemeinsam bestreiten. Leider ist Wolfgang seit einiger Zeit von Verletzungen geplagt und wollte seinem Körper die Belastung eines siebentägigen Etappenrennens ersparen. So ging ich auf die Suche - was sich anfangs irgendwie komisch und wie fremdgehen anfühlte…

Mittlerweile habe ich mit Tina Fischl aus Fürstenstein bei Passau eine tolle Laufpartnerin gefunden. Sie ist die wohl stärkste deutsche Trailrunnerin, amtierende deutsche Meisterin im Berglauf und wir kennen uns von zahlreichen Wettkämpfen. Beim DLV Trainingslager in Bodenmais erkannten wir, dass wir als Team harmonieren und uns auch abseits der Trails ganz gut verstehen. Wir starten damit in der Kategorie „Mixed“, die beim Transalpine Run erfahrungsgemäß auch international sehr stark besetzt ist.

 

Sponsoren

Neben dem Teampartner sind natürlich noch weitere starke Partner gefragt. Die Startgebühr für den TAR beträgt 1.500,00 € pro Team. Dazu kommen Reiskosten, Übernachtungen und Verpflegung für eine Woche. Nicht zu vergessen der enorme Materialverschleiß bei dieser Tour über die Alpen. Tina und ich haben beide Familien, die eine Woche auf uns verzichten, damit wir unserer großen Leidenschaft dem Laufen nachgehen können. Wenn wir dafür auch noch die (Familien-)Urlaubskasse plündern müssten, wäre das zu Hause doch reichlich schwer zu vermarkten. Mit LEKI (Stöcke und Startplatz), CEP (Socken, Unterwäsche, Recovery), SZIOLS (Laufbrillen) und SCOTT (Schuhe und Bekleidung) habe ich das ganz große Glück, von starken Partnern unterstützt zu werden, die mich nicht nur mit dem besten Material ausstatten, dass ich mir wünschen kann, sondern auch noch für Startplatz und Übernachtungen aufkommen. Als Dankeschön werden wir sie mit tollen Fotos versorgen und das Equipment auf Herz und Nieren testen.

 

Support

Auch in Sachen Support erwarten uns heuer absolute Profibedingung. Marco Felgenhauer wird uns als Betreuer begleiten und nebenbei in gewohnter Form beeindruckende Fotos (www.woidlife-photography) schießen. Das Ganze soll in einer dreiseitigen Story für das TRAIL Magazin gipfeln. Lasst euch überraschen! Zudem haben wir mit Michael Franz einen topausgebildeten Physiotherapeuten an Board, der uns eine Woche lang Muskeln und Knochen geradebiegen wird. Wir brauchen also nur noch laufen. Oh Mann, wie ich mich darauf freue!

Text: Markus Mingo
Fotos: Benedikt Seidl, Marco Felgenhauer